„Tu es!“ Zum Nachhören

Der Kurier bezeichnete es als eine „…Anregung, für die Wandlung der Welt“. Der General-Anzeiger in Bonn kommentierte: „Eine treffende Diagnose des bedenklichen Zustands unserer Gesellschaft” und der Kölner Stadt-Anzeiger verstand es als

Auswahlslos

Die Leser meiner kleinen Kolumne haben sicher schon mit Spannung darauf gewartet, dass ich meine Gedanken zur aktuellen politischen Situation in der Alpenrepublik artikuliere. Ein Stopover in Abu Dhabi lässt mich bei einem gepflegten Glas Rotwein

Existenzsicherung

Kennen Sie das, wenn Sie gedanklich irgendwo dahinsurfen und plötzlich wird diese, sagen wir Denkleistung, durch eine Information durchbrochen. Gerade ging es mir so. Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wonach ich in den Weiten des World Wide Web

Politik der Schande! (Teil 2)

Ich kann dieses Gerede und die gegenseitigen Schuldzuweisungen in der gesamten Asylpolitik wirklich nicht mehr hören. Und schon gar nicht die Wortmeldungen jener Heuchler im politischen Rang, die über 70 tote Kinder, Frauen und Männer benötigen,

Politik der Schande!

Manchmal überlege ich mir sehr lange, ob ich Themen und Erlebnisse die mich beschäftigen, tatsächlich zu Papier bringe oder in einem Blog verarbeite. Unsere überforderte Innenministerin hat mich heute dazu animiert, ein paar Anmerkungen zur

Lebensführung mit Prinzip

Der indische Widerstandskämpfer und Revolutionär Mahatma Gandhi hatte einmal die sieben Todsünden der kapitalistischen Gesellschaft aufgezählt: Politik ohne Prinzip, Wohlstand ohne Arbeit, Handel ohne Moral, Vergnügen ohne Gewissen, Erziehung

Rauchzeichen für Freiheit

Während meines aktuellen Berlinaufenthaltes ist mir dieser Tage wieder eine der Öffentlichkeit weitestgehend verborgene und besondere Geschichte zum allseits beliebten Thema Nichtraucherschutz in den Sinn gekommen. Argumente für den Konsum von

Zur Lage der Nation oder so…

Meine Mutter bedauerte bei unserem jüngsten Zusammentreffen, dass ich im Gegensatz zu früheren Zeiten kaum mehr Blogs zu politischen Themen schreibe. Ich entgegnete, dass es eine Überbewertung vieler unserer Volksvertreter wäre, sie und ihr

Freiheitspflicht!

Kurz vor Ende des letzten Jahres, einige Tage vor Weihnachten, bin ich Gast bei einem interessanten Gedankenaustausch gewesen. Geladen hatte eine honorige Persönlichkeit des öffentlichen Lebens in seine Büroräumlichkeiten in der Wiener

Käfersex

“Er stelle sich vor, dass er sich von Zeit zu Zeit seine Unterhose mit sauberen Servietten ausgepolstert habe. Dann lüftete Eva in gebührendem Abstand ihren Rock und sorgte so für einen feuchten Höhepunkt bei ihm – und das war’s dann auch

Menschenrechtlicher Braindrain

Dass die frühere Justizminsiterin Claudia Bandion-Ortner eher zur Fraktion der politischen Intelligenzallergiker gehört, hat sie schon in ihrer kurzen Amtzeit eindrucksvoll bewiesen. Einzige in Erinnerung gebliebene Maßnahme, einer als Belohnung

Sklavenaufstand

„Wir werden als Originale geboren“ wie der englische Dichter Edward Young (1683–1765) schon im 18. Jahrhundert notierte, „sterben aber als Kopien“. Ein Zitat, das in einer Zeit, in der alles nach Gleichförmigkeit zu

Wuppertal ist überall

Was ist eigentlich so schlimm daran, wenn ein paar unrasierte, eher dem radikalen Flügel zugeordnete Islamisten durch Wuppertal ziehen und sich als Tugendwächter aufspielen? Ein wenig mehr Sitte und Anstand könnte uns allen ein wenig gut tun. Bis

Falsche Verführer

Heute vor 82 Jahren, am 7. August 1932, notierte der deutsche Romanist Victor Klemperer (1881–1960) in seinem Tagebuch “Hitler ante portas – oder wer sonst? Und was wird aus mir, dem jüdischen Professor?” Aus dem eigenen Haus vertrieben und

Kriegsverzicht

Es gibt einige wenige Persönlichkeiten die in meiner umfangreichen Bibliothek wahrlich auf einem Podest stehen. Eine Frau, auf deren Rat und Weisheit, im bildlichen Sinne gesprochen, ich nie verzichten werde, ist die ehemalige Chefredakteurin und

Von Frau zu Frau

Meine liebe Freundin, die Autorin und Kabarettistin Hilde Fehr, hat mir ob meiner letzten Blogs ordentlich die Leviten gelesen. In Kommentaren war sie schon ernsthaft besorgt um meine geistige Verfassung, in einer von ihr getätigten Analyse der von

Wider den Krieg!

An manchen Debattenbeiträgen von mir mag ich besonders, wenn mir Leute eine Nachricht oder Botschaft über einen dieser vielen Informationskanäle senden, um mir mitzuteilen, dass sie dem Grunde nach meiner Meinung sind, dies aber nicht öffentlich

Kopfzensur

Dass mir die politisch korrekte Formulierung eine Herzensangelegenheit ist, stelle ich mit meinen Texten immer wieder unter Beweis. Einer meiner letzten Beiträge “Gegenderte Gegenstücke” hat zu zahlreichen Rückmeldungen geführt. Eine liebe

Überzeugungspraktiker

Gut gekannt hatte ich Dietmar Schönherr nicht, aber es gab ein paar Begegnungen im Lauf der Jahre mit dieser großen Persönlichkeit, die mir sehr gut in Erinnerung geblieben sind. Ob bei einigen Lesungen, bei einem Mittagessen in den

Gegenderte Gegenstücke

Es ist schon beachtlich, was sich da seit Tagen rund um die nicht gesetzeskonforme Wiedergabe der Österreichischen Bundeshymne bei einer Privatveranstaltung durch den “Volks-Rock’n-Roller“ Andreas Gabalier im wahrsten Sinn des Wortes

Conchita for President!

Es ist knapp zwei Wochen her, als ich irgendwo am Gate F des Wiener Flughafens auf den Abflug Richtung Köln wartete. Ich verkürzte mir die Zeit mit der Beantwortung von E-Mails, als meine Konzentration durch das Getümmel rings um mich plötzlich

Tischlein deck dich!

Eine Studie über das Essverhalten der Franzosen hat mich bei der Lektüre der Zeitung beschäftigt. Auch in der “Stadt der Liebe” und rundherum scheint allmählich das Fast Food das Slow Food zu verdrängen. Nicht auszudenken, wenn sich die vom

Runter von der Couch!

Manchmal denke ich daran, in einen entlegenen Winkel Ecuadors, in das auf 1.600 Metern Seehöhe gelegene Dorf Vilcabamba zu übersiedeln. In dieser ursprünglichen und von Mythen umwobenen Gegend, die man auch das Tal der Hundertjährigen nennt, ist

Politisches Menschenmaterial

Im Juni des letzten Jahres gab der damalige deutsche FDP-Entwicklungsminister Dirk Niebel in einem Interview zu Protokoll: “Es gibt eine Empörungsindustrie, die davon lebt, dass eine Sau nach der anderen durchs Dorf getrieben wird. Wenn man einen

Schlüsselqualifikation Scheitern

Die Erde dreht sich immer schneller, der Zug der Veränderung fährt mit hoher Geschwindigkeit dahin, der Mensch steht vor der täglichen Herausforderung, noch rechtzeitig aufzuspringen. In der “guten alten Zeit” gab es noch eine gewisse

Gegen die Entmenschlichung!

Vor einigen Tagen war ich bei einer großen Gala eingeladen. Ein traditionsreiches Unternehmen hatte zu einem Event gebeten. Die Veranstaltung war eher langatmig, meine Sitznachbarn am festlich gedeckten Tisch ebenso. Eine junge Kellnerin,

Grüne *Kotze

Es gibt Handlungen im Leben, für die kein Mensch eine zweite Chance verdient! Etwa, wenn ich mir vorstelle, dass sich jemand an meiner 9jährigen Tochter vergreifen würde. Ich würde diese Person bis ans Lebensende jagen und ihr alles Unglück

Vom Ende der Freiheit!

Am 1. Mai 1989 wurde ich 23 Jahre alt. Historisch gesehen war dies eher ein bedeutungsloser Tag, wenn man davon absieht, dass an meinem Geburtstag das für Paraden aller Art geeignete „1. Mai-Stadion“, auch “Rungrado May Day Stadium“

Rettet den Herrenwitz!

Waren das noch Zeiten, als es Harald Schmidt im Free TV gegeben hat! Höhepunkt vieler Sendungen waren “Klassiker des Herrenwitzes”, genial und ohne jede Aufdringlichkeit rezitiert von Charly Wagner, einem ehemaligen WDR-Nachrichtensprecher.

Hoffnung für Pessimisten?

Es gibt Tage, da will ich kein Wort mehr hören, da freue ich mich nur mehr, wenn ich die Türe von innen zusperren und kein Mensch mein Dasein durch seine Anwesenheit stören kann. Das sind dann diese Momente, wo ich das Empfinden habe, die ganze

4.403.296.000

Wenn es möglich ist, dass eine kleine Beamtin in einer österreichischen Provinz in „wirklichem Geld“ über 4 Milliarden Schilling verzockt, dann bleibt einem schon der Mund offen! 4.403.296.000 Schilling sind jene 320 Mio. Euro, die irgendwo

Geld oder Beton

Eine liebe Freundin von mir hat eine führende Position als Verkaufsleiterin bei einer österreichischen Tageszeitung. Vor einiger Zeit erzählte sie mir folgende Geschichte. Der Chefredakteur des Mediums hatte ein führendes Mitglied der heimischen

Auf zum Watschentanz!

Dass der Kärntner Landeshauptmann-Stellvertreter Uwe Scheuch eher zur Bevölkerungsgruppe der Intelligenzallergiker gehört, ist quasi „part of the reality“. Doch heute muss ich öfter als gewollt an diesen “Ausnahmepolitiker” denken. Zwar

Vom unzumutbaren Erfolg sinnentleerter Politik.

Seit einigen Tagen bin ich gesundheitlich angeschlagen. Die permanenten Klimaanlagen in Flugzeugen, Zügen und Besprechungsräumen setzen mir in letzter Zeit öfter zu als mir lieb ist. Ich sollte mir altersbedingt einen Job im Innendienst suchen,

Ein Hoch dem 1. Mai!

Der Tag meiner Geburt war der 1. Mai. Es wird niemanden überraschen, dass ich mich an meinen ersten Tag auf diesem Planeten nicht wirklich erinnern kann. Ich habe es gerade noch kurz vor Mitternacht geschafft, an einem Sonn- und Feiertag geboren zu

Wutblog!

Meine Magengrube zieht sich zusammen, wenn ich daran denke, wie die offizielle Politik in Europa mit der Misshandlung von Julija Wladimirowna Timoschenko umgeht. Seit Tagen ist der gewalttätige Übergriff durch drei Gefängniswärter auf sie

Chinas Wirtschaftssorgen sollten wir haben

Gestern sitze ich im ehrwürdigen Cafe Eiles hinter dem Parlament in der Bundeshauptstadt Wien. Vor mir am Tisch ein Espresso, ein Glas Wasser und die Neue Züricher Zeitung, die ich schon länger nicht mehr gelesen habe. Wenn man im 1780

Der Frauentag braucht eine neue Markenstrategie

Zum Glück gibt es Social Media und Internet. Das sichert uns Männern, dass wir aus sehr komfortabler Position heraus am internationalen Frauentag teilnehmen können, der im letzten Jahr seinen 100 Geburtstag gefeiert hat. Die Vorbereitungen

Wir brauchen einen moralischen Neuanfang!

Heute ist wirklich ein irgendwie unterhaltsamer Tag. Zuerst schreibt mir ein lieber Freund aus Bonn eine Mail mit folgendem Inhalt: “Wenn ich mir so manche Dinge in Österreich ansehe, frage ich mich ernsthaft, ob es so etwas nur in Österreich

Gute Genesung, liebes Sparpaket!

Als ich heute Morgen die Details des Sparpakets der Österreichischen Bundesregierung in den Medien nachgelesen habe, machte ich mich daran, ein paar Anmerkungen dazu niederzuschreiben. Es wird Sie nicht sonderlich überraschen, dass es wenige Worte

Sag nie wieder „Jawohl!“

Hand aufs braune Herz, die Assoziation mit der Reichskristallnacht hat sich ja quasi aufgedrängt. Demonstrationsrecht hin, Meinungsfreiheit her: Man darf ihm nicht wirklich böse sein. Von den linkslinken Gutmenschen beschimpft, von den bösen

Arme Wurst

Die Superstrategen aus dem SPÖ Hauptquartier haben sich wieder einmal selbst ins Knie geschossen. Vor ein paar Wochen hatten wir noch das Thema Social Media auf der Agenda. Jetzt gibt es personalseitig eine kleinere Baustelle. Hausgemacht von des

Amnesie beim Tango Korrupti

Österreich ist ein gutes Land! Und wenn man vom manchmal unfreundlichen Klima und dem fehlenden Meerzugang absieht, für mich der perfekte Platz zum Leben. Ich bin im Laufe eines Jahres sehr viel unterwegs und jedes Mal wenn ich heimkomme, denke

Tristesse am Südzipfel

Neue Besen kehren gut. In Punkto Journaille trifft diese These oft nicht einmal im Ansatz zu. In der ZEIT schreibt neuerdings Joachim Lottmann als neuer Österreich-Kolumnist. Lottmann ist vermutlich ein großartiger Schriftsteller, aber was er

Sorbas Affentanz

Der Schriftsteller Stefan Zweig fragte in seinem Aufsatz Der europäische Gedanke in der historischen Entwicklung: „Wird Europa seine Selbstzerstörung fortsetzen oder wird es eins werden?“ Das war 1932. Here we go again. Beispiel

Aufruf zur Licht-aufgeh-kette!

Seit letzten Samstag ist Graz ein weniger besser geworden. Wir verdanken diesen Umstand dem Personenkomitee „Lichter gegen rechts“. Die haben nämlich dazu aufgerufen,  mit Fackeln auf den Schlossberg zu marschieren und dagegen zu sein.

60 Prozent

Andreas Treichl hat sich also für seine „Blöd und feig“-Aussage entschuldigt. Wäre nicht nötig gewesen, finde ich. Sophie Karmasin hat heute eine Umfrage veröffentlicht, wonach 60 Prozent der Österreicher dem Erste Bank Chef beipflichten.

Widerwärtig!

Die Verhaftung von Gottfried Küssel und Konsorten war längst überfällig. Allzu dreist hat sich die Nazi-Szene in den letzten Jahren eingenistet, sich entspannt ihrer Selbst-PR gewidmet, zuletzt auf der schnell wieder gesperrten Website

Nabelschau

Es ist Dienstag nach dem Wahldebakel bei unseren Lieblingsnachbarn. Und das große Wunden lecken geht weiter. Aus den Lagern der Verlierer hört man wehleidige Suaden, die über den „Fukushima-Effekt“ lamentieren, von dem die Grünen profitiert

Chuzpe!

In Zeiten, da man uns die Mikrosievert, die glosenden Brennstäbe und die wandernden Nuklearwolken nur so um die Ohren haut, in Zeiten also, da das Anormale normal zu werden droht, in solchen Zeiten sucht der einfache Bürger nach ein wenig

Versprechen mit Halbwertszeit

Angela Merkel sagte: «Damit kein Zweifel entsteht: Die Lage nach dem Moratorium wird eine andere sein als die Lage vor dem Moratorium.» Ich will es ja glauben. Ich will glauben, dass man so klug sein wird, die sieben deutschen AKW, die jetzt vom

Unerträgliche Hybris

Haben wir uns tatsächlich vergangene Woche noch über fehlende Fußnoten in zu Guttenbergs Diss ereifert? Wie gerne hätten wir solche Sorgen jetzt, wo das eingetreten ist, was niemand tatsächlich für möglich gehalten hätte. Eine Katastrophe,

Zurück an den Herd!

Wie es der Zufall will, fällt der heutige 100. Weltfrauentag ausgerechnet auf den Faschingsdienstag. Möglicherweise ist es ja auf diese zeitliche Koinzidenz zurückzuführen, dass sich dieser Tage in unserem Land seltsame Dinge in der Frauen- und

Blutige Doppelmoral

Ich weiß, im Nachhinein ist man immer klüger. Aber die Causa Gaddafi wirft schon einen Haufen berechtigter Fragen auf. Wie konnte es soweit kommen, dass die gesamte Staatengemeinschaft einem gefährlichen Blender aufsitzt, einem selbstherrlichen

Seelig die Armen

Das generelle Bettelverbot für die Steiermark ist durch. In Zeiten steigender Armut und sinkender Sozialbudgets hat die Politik also die Lösung gefunden: Sie verbietet das Arm sein ganz einfach. Und einmal mehr hat die österreichische

Fehler im System

Es muss Ende der 70er Jahre gewesen sein, ich war noch grün hinter den Ohren, als Bruno Kreisky im Zuge des Wahlkampfs, meine Geburtsstadt Köflach besuchte. Gemeinsam mit meinen Eltern und meiner Großmutter pilgerte ich, wie viele andere Bewohner

Land der Widersprüche

Unlängst habe ich eine spannende Geschichte gelesen: Eine chinesische Delegation reist in die USA, um dort über ein Geschäft zu verhandeln. Die amerikanische Firma weist ihre besten Leute an, den Chinesen ihre Firma und ihr Produkt nach allen

Gelassenheit im Saustall

„Fremdschämen“ heißt das österreichische Wort des Jahres 2010. Eine hochrangige Jury von Germanisten und Sprachwissenschaftlern hat das so festgelegt, also wird schon was dran sein. Sauber! Aber irgendwie naheliegend. Und seltsam,

Viel Feind, viel Ehr!

Ein wenig unfair finde ich das schon: Da bekommen die Granden der internationalen Politik bei  WikiLeaks ihr Fett ab und die heimischen Speerspitzen der Demokratie werden von Herrn Assange und seinen Handlangern mit völliger Nichtachtung gestraft.

Grüner Sündenfall

Senol Akkilic darf sich freuen. Von wem ich spreche, fragen Sie? Na, Senol Akkilic, der Bezirksmandatar mit kurdischem Migrationshintergrund, der demnächst ins Stadtparlament einziehen wird. Zu verdanken hat der engagierte Jugendarbeiter, sesshaft

Auf der Straße

Wann immer man in den letzten Wochen und Monaten die Nachrichten sah, dominierten  Bilder von Menschenmassen, die für bzw. gegen etwas auf die Straße gingen. Ob Stuttgart21, die Massenproteste gegen die Sparmaßnahmen in Frankreich oder zuletzt

Tacheles!

Viel beschworen wurde es in diesem Wahlkampf. Und jetzt gerät es erst recht in Wallung. Das Wiener Blut nämlich. Blankes Entsetzen, Stirnrunzeln  und Köpfekratzen bei allen Couleurs, außer bei der Abräumerpartei natürlich. Warum jetzt das

Wer nimmt seinen Steirerhut?

Am Sonntagabend werden es wieder alle gewusst haben. Ich spreche davon, wer in meiner „Hoamat“, der Steiermark in den nächsten fünf Jahren Kürbisfeste eröffnen, medienwirksam Schnäpse trinken seine Freunde mit Posten versorgen darf. Und wer

Ein Hausbrand für Ulrich Wickert

Der langjährige Anchorman der ARD-Nachrichtensendung Tagesthemen, Ulrich Wickert, wagte 1984, während seiner Zeit als Leiter des Pariser ARD-Studios, einen spektakulären Selbstversuch. Ohne auch nur ein einziges Mal nach rechts oder links zu

Kopf ab!

Man sagt, im Mittelalter wurde der Überbringer einer schlechten Botschaft geköpft.  Ein vergleichbares Los ereilt im Augenblick den streitbaren Neo-Autor Thilo Sarrazin, dessen Nachname paradoxerweise auf den Volksstamm der Sarazenen zurückgeht,

Eine von zwanzig

Schön langsam werde ich ungeduldig. Die Arbeiterkammer Wien untersuchte im Februar 2010 zum wiederholten Mal den Anteil von Frauen in den Geschäftsführungen und Aufsichtsräten der Top 200 Unternehmen Österreichs. Und jetzt kommt´s:

Topfpflanzen für den Wirtschaftsprüfer

Vor kurzem stieß ich auf eine Liste des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend, Abteilung Gewerberecht. Auf 25 A4-Seiten werden in diesem Papier freie Unternehmenstätigkeiten aufgelistet, hier ein kurzer Auszug: Abdecker Abdichter

Catos Farewell

„Der Kaiser ist tot, es lebe der Kaiser!“, mag nach dem Ableben von Hans Dichand wohl so mancher laut ausrufen. Denn der größte Medienzar dieses Landes war zweifellos ebenso umstritten wie begnadet. Übervater eines mächtigen Medienhauses,

Ein Ouzo für den Goldesel

Es war einmal ein wunderbares Land mit türkisfarbenem Meer und goldenen Stränden. Ein Land mit fröhlichen Menschen, die geharzten Wein tranken und ausgelassen Sirtaki tanzten. Ein Land mit glutäugigen Männern, die den blonden Mädchen

Hartzer oder Self Made Man?

Mein Weg hier in New York führt beinahe täglich an der Grand Central Station vorbei. Dort steht ein dunkelhäutiger Mann, der die Menschen um Geld bittet. Er steht da und sagt lautstark: „Ich hatte großes Pech, ich brauche Geld und ich nehme

Ecken und Kanten

Letzte Woche starb Johanna Dohnal. Eine große Politikerin, eine Querdenkerin, vielleicht eine Querulantin. Aber eine, die durch ihren Quergeist in ihrer Ära als „Ministerin für allgemeine Frauenfragen“ Dinge bewegte und die im

Vernunft und Rausch

Ich liebe Barcelona. Seit jeher. Aber bei  meinem letzten Besuch vergangene Woche ist mir buchstäblich die Spucke weg geblieben: Neue Architektur, innovative Bauvorhaben, mutige Brückenschläge zur alten Stadtsubstanz allerorten. Diese Stadt

Da ist der (Lind)wurm drin!

Als gelernter Österreicher, der an dieses Land glaubt, dachte ich mir, da kommt noch was. Irgendeine Meldung der Regierung, die den Österreichern erklärt, warum sie als Steuerzahler für eine Handvoll größenwahnsinniger Kärntner die Zeche

Schwein gehabt!

Bei unseren grünen Freunden geht es in diesen Tagen recht schweinisch zu. Jörg-Martin Willnauer, sie wissen schon, der Kabarettist, der die steirischen Grünen in die Landtagswahlen 2010 führen soll, wollte im Rahmen seiner Präsentation auf

Das Christkind wohnt im Audimax

Die ersten Weihnachtsmärkte haben aufgesperrt, die Punschstände finden regen Zulauf und auch an den österreichischen Universitäten werden schon eifrig Briefe an das Christkind geschrieben. Ganz oben auf den Wunschzetteln: „Bildung für

Der Werner und sein Plan

Der lustige Werner hat einen Plan. Er muss einfach einen haben! Denn was sonst kann einem Mann in Zeiten wie diesen ein solches Dauergrinsen ins Gesicht zaubern, wenn nicht der große Masterplan im Hinterkopf? Und wie sonst könnte man sich seine

Read full article

Gleicher als gleich

Wenn ich in den letzten Tagen und Wochen das Amtsverständnis hochrangiger österreichischer Politiker beobachte, fühle ich mich eher in der Endlosschleife einer Nestroyposse, denn in einem Rechtsstaat. Hauptcharaktere: Ein Landeshauptmann, der

Damenwahl

Ich lasse mir ja viel nachsagen: Ich mag stur sein, manchmal ein wenig ungeduldig, sarkastisch und zynisch vielleicht, das geb ich zu. Aber ein Chauvi bin ich ganz sicher nicht. Im Gegenteil: Wertschätzung, Respekt, Hochachtung – all das hege

Offener Brief an Prinz Charles

Sehr veehrter Prinz von Wales, Ich gestehe freimütig: Schon seit geraumer Zeit bin ich ein großer Fan von Ihnen. Wie Sie sich seit Jahren mutig gegen Fehlentwicklungen in der modernen Architektur aussprechen und die Dinge dabei unverblümt beim

Was Fakt ist, ist wurscht

Die Sache wurmt mich einfach. Ich meine die Causa Zilk. Der Akt der tschechoslowakischen Staatspolizei ist gefunden, 1968 hat die Stapo festgehalten, Zilk sei „kein Agent“, sondern ein „Informator“ für die CSSR gewesen.

Teach the Teacher!

Während der Weihnachtsfeiertage plagte mich ein wenig das schlechte Gewissen. Denn vielleicht hab ich ihnen in meinem letzten Blog Unrecht getan, den armen Managern nämlich. Damit wir uns richtig verstehen: Meine Forderung, die Urheber des