Hören statt reden

Für die gesamte Empörungsindustrie sind das jetzt schwere Stunden und Tage! Da wird über Monate die Moralkeule in den sozialen Medien 24 Stunden am Tag geschwungen, es herrscht in den Redaktionsstuben des Meinungsdiktates Ausnahmezustand, da

Auswahlslos

Die Leser meiner kleinen Kolumne haben sicher schon mit Spannung darauf gewartet, dass ich meine Gedanken zur aktuellen politischen Situation in der Alpenrepublik artikuliere. Ein Stopover in Abu Dhabi lässt mich bei einem gepflegten Glas Rotwein

Begattungsorganföhner

Meine Privatversicherung hat mich vor einigen Jahren animiert, einem Fitnessclub beizutreten. Das ging irgendwie sehr einfach. Mit fortgeschrittenem Alter meinerseits und dem Interesse des Versicherers andererseits, dass ich als sein Kunde

Poesie des Lebens

Gestern bin ich in den Weiten des Internet auf ein Zitat gestoßen, das mich heute noch immer beschäftigt. Der Dalai Lama wurde gefragt, was ihn am meisten überrascht; er sagte: „Der Mensch, denn er opfert seine Gesundheit, um Geld zu machen.

Fo(ö)rderungskultur

Die Begrifflichkeit “Willkommenskultur” kann ich schon nicht mehr hören. Wir heißen pauschal zwar alle willkommen, wissen aber nicht einmal, wen wir damit ganz konkret meinen. Ein interessanter Zugang ist das. Würden Sie Ihnen unbekannte,

Politik der Schande! (Teil 2)

Ich kann dieses Gerede und die gegenseitigen Schuldzuweisungen in der gesamten Asylpolitik wirklich nicht mehr hören. Und schon gar nicht die Wortmeldungen jener Heuchler im politischen Rang, die über 70 tote Kinder, Frauen und Männer benötigen,

Politik der Schande!

Manchmal überlege ich mir sehr lange, ob ich Themen und Erlebnisse die mich beschäftigen, tatsächlich zu Papier bringe oder in einem Blog verarbeite. Unsere überforderte Innenministerin hat mich heute dazu animiert, ein paar Anmerkungen zur

Müßiggang

Spielen wir ein wenig Kopfkino. Stellen Sie sich folgende Bilder vor: durch die Straßen eilende Menschen am Morgen. Auf einer Weide umherlaufende Tiere bei Sonnenaufgang. Hastig über einen Platz schreitende Frauen und Männer zur Mittagszeit. Aus

Philosophenarsch

Umgangssprachlich sagt es sich so leicht: “Wir philosophieren mal ein wenig”, wenn er, sie oder es, mit ihm oder ihr diskutieren möchte. In diesem Fall wird das Wort „philosophisch“ als deutlicher Hinweis dafür verwendet, um sein

Käfersex

“Er stelle sich vor, dass er sich von Zeit zu Zeit seine Unterhose mit sauberen Servietten ausgepolstert habe. Dann lüftete Eva in gebührendem Abstand ihren Rock und sorgte so für einen feuchten Höhepunkt bei ihm – und das war’s dann auch

Menschenrechtlicher Braindrain

Dass die frühere Justizminsiterin Claudia Bandion-Ortner eher zur Fraktion der politischen Intelligenzallergiker gehört, hat sie schon in ihrer kurzen Amtzeit eindrucksvoll bewiesen. Einzige in Erinnerung gebliebene Maßnahme, einer als Belohnung

Falsche Verführer

Heute vor 82 Jahren, am 7. August 1932, notierte der deutsche Romanist Victor Klemperer (1881–1960) in seinem Tagebuch “Hitler ante portas – oder wer sonst? Und was wird aus mir, dem jüdischen Professor?” Aus dem eigenen Haus vertrieben und

Von Frau zu Frau

Meine liebe Freundin, die Autorin und Kabarettistin Hilde Fehr, hat mir ob meiner letzten Blogs ordentlich die Leviten gelesen. In Kommentaren war sie schon ernsthaft besorgt um meine geistige Verfassung, in einer von ihr getätigten Analyse der von

Kopfzensur

Dass mir die politisch korrekte Formulierung eine Herzensangelegenheit ist, stelle ich mit meinen Texten immer wieder unter Beweis. Einer meiner letzten Beiträge “Gegenderte Gegenstücke” hat zu zahlreichen Rückmeldungen geführt. Eine liebe

Gegenderte Gegenstücke

Es ist schon beachtlich, was sich da seit Tagen rund um die nicht gesetzeskonforme Wiedergabe der Österreichischen Bundeshymne bei einer Privatveranstaltung durch den “Volks-Rock’n-Roller“ Andreas Gabalier im wahrsten Sinn des Wortes

Federvieh wider die Lethargie

Der März dient ja im allgemeinen dazu, dem Winter endgültig ade zu sagen und sich auf den nahenden Frühling vorzubereiten. Wenngleich man sich dieser Tage nicht sicher sein kann, ob er schon hier oder doch schon wieder weg ist. Im März 1938 sind

Rettet den Herrenwitz!

Waren das noch Zeiten, als es Harald Schmidt im Free TV gegeben hat! Höhepunkt vieler Sendungen waren “Klassiker des Herrenwitzes”, genial und ohne jede Aufdringlichkeit rezitiert von Charly Wagner, einem ehemaligen WDR-Nachrichtensprecher.

Wie wäre es mit einer digitalen Diät?

Vor einigen Tagen sagte ein alter Mann, den ich als gütigen Freund bezeichnen würde, zu mir “Wie wäre es, wenn wir wieder mal auf einen Frühschoppen gehen?”. Der betagte Herr, weit über 80 Jahre alt, erzählte mir, dass diese

Der Frauentag braucht eine neue Markenstrategie

Zum Glück gibt es Social Media und Internet. Das sichert uns Männern, dass wir aus sehr komfortabler Position heraus am internationalen Frauentag teilnehmen können, der im letzten Jahr seinen 100 Geburtstag gefeiert hat. Die Vorbereitungen

Handschellen für Alice Schwarzer!

In der griechischen Antike  war das Scherbengericht ein Verfahren, um unliebsame oder zu mächtige Bürger aus dem politischen Leben der Stadt zu entfernen. Die Teilnehmer ritzten in die Scherben die Namen derer ein, die ihnen ein Dorn im Auge

Zurück an den Herd!

Wie es der Zufall will, fällt der heutige 100. Weltfrauentag ausgerechnet auf den Faschingsdienstag. Möglicherweise ist es ja auf diese zeitliche Koinzidenz zurückzuführen, dass sich dieser Tage in unserem Land seltsame Dinge in der Frauen- und

Land der Widersprüche

Unlängst habe ich eine spannende Geschichte gelesen: Eine chinesische Delegation reist in die USA, um dort über ein Geschäft zu verhandeln. Die amerikanische Firma weist ihre besten Leute an, den Chinesen ihre Firma und ihr Produkt nach allen

Nachdenktage

Die Suche nach Ruhe und Erholung trieb mich am langen Allerheiligenwochende in die Kärntner Bergwelt. Am Montag gönnte ich mir einen ausgedehnten Saunagang in der hauseigenen Bio-Sauna, die zu meiner Überraschung mit einem Flatscreen ausgestattet

Eine von zwanzig

Schön langsam werde ich ungeduldig. Die Arbeiterkammer Wien untersuchte im Februar 2010 zum wiederholten Mal den Anteil von Frauen in den Geschäftsführungen und Aufsichtsräten der Top 200 Unternehmen Österreichs. Und jetzt kommt´s:

Jogi im Streichelzoo

Vor kurzem habe ich gelesen, dass es jetzt in Wien so genannte Kuschelpartys gibt. Das funktioniert so: Du zahlst 15 Euro Eintritt, um in einem mit Matratzen ausgelegten Raum mit 10-15 wildfremden Menschen Zärtlichkeiten auszutauschen. Der Trend

Hirnregen

„Ach liebe Frau! sagte ich ihr, in unserem Lande ist es sehr frostig und feuchte, unser Sommer ist nur ein grün angestrichener Winter.“, beklagte Heinrich Heine einst in seinen Reisebildern. Angesichts der Regenmengen der letzten Tage und

Arthur Millers Hippocampus

Mein Vielfliegerstatus bringt es irgendwie mit sich, dass ich mich häufig in den Buchhandlungen von Flughäfen herumtreibe. Das ist mitunter sehr lehrreich. Nach meinen Beobachtungen scheint nach wie vor die populärwissenschaftliche

Room Nr. 709

Es gibt Tage, die stellen eine Art Zäsur im Leben eines Menschen dar! In der Nacht von Samstag auf Sonntag erlebte ich in Boston einen dieser Tage. Den gesamten Tag über hatte ich Sightseeing betrieben, abends ein Dinner in einer der kulturell

Unter den Soutanen

Im aktuellen Falter parliert ein Pfarrer, heute in seinen Sechzigern, frei von der Leber, über sein widerwärtiges, früheres Tun: „Ich habe keinerlei Neigung zur Pädophilie. Das war eher Homosexualität, mit etwas Unterschreiten der

Darwin in Karenz

So. Jetzt haben wir wieder 364 Tage Ruhe. Alice Schwarzer brachte es gestern in einem Interview auf den Punkt: „Schaffen wir ihn endlich ab, diesen gönnerhaften 8. März! Und machen wir aus dem einen Frauentag im Jahr 365 Tage für Menschen,

Ecken und Kanten

Letzte Woche starb Johanna Dohnal. Eine große Politikerin, eine Querdenkerin, vielleicht eine Querulantin. Aber eine, die durch ihren Quergeist in ihrer Ära als „Ministerin für allgemeine Frauenfragen“ Dinge bewegte und die im

Ein Brockhaus für die Liebe

Die Schlacht ist geschlagen. Der Karpfen gegessen. Die Geschenke ausgepackt. Oh du fröhliche! Weihnachten ist vorbei. Für heuer. Und alle Jahre wieder sind es nicht nur die eigenen Wünsche, sondern auch der Rummel von außen, unzählige

Alice Schwarzer mit Milchbart

Liebe Frau Stadträtin,  „Als Frau und Mutter möchte ich mich sehr bedanken, für diese Initiative! Gestern ist mir ein neues Plakat des Unterwäschenherstellers “Triumph” in die Augen gestochen. Eine junges Model liegt lässig mit BH und

Damenwahl

Ich lasse mir ja viel nachsagen: Ich mag stur sein, manchmal ein wenig ungeduldig, sarkastisch und zynisch vielleicht, das geb ich zu. Aber ein Chauvi bin ich ganz sicher nicht. Im Gegenteil: Wertschätzung, Respekt, Hochachtung – all das hege