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Atempause

Für meinen Blog, den ich seit nunmehr November 2008 regelmäßig schreibe, habe ich nicht von ungefähr den Übertitel “Klartext” gewählt. Mir ist es wichtig, mich zu artikulieren, meinen Standpunkt zu vertreten, meine Sicht der Dinge kundzutun. Irgendwie ist das mein Ventil geworden, um mir Luft zu machen, wenn gesellschaftliche Entwicklungen in eine falsche Richtung laufen, aber es ist ebenso eine mir lieb gewordene Möglichkeit, Themen die mir von Bedeutung sind, zu besprechen. Und wenn ich mal einen Standpunkt einnehme, der nicht gerade dem Mainstream entspricht, was hin und wieder vorkommt, dann soll es so sein. Derlei Betrachtungsweisen dienen wiederum anderen Menschen als Reibebaum, wie ich gerade bei meinen letzten beiden Blogs einmal mehr genüsslich erfahren konnte. 226 Texte sind bislang entstanden, Erzählungen, die mitunter Einblick in meine Stimmungslagen geben, die verraten, was mich gerade fröhlich stimmt, oder bedrückt – geschilderte Inhalte, die dem Leser verraten, wo ich mich gerade befinde, ob ich einem meiner Projekte irgendwo am Globus nachrenne, oder ob ich mich gerade dem Dolce Vita hingebe. Ein vorläufiges Best off dieser Kurzprosa ist im letzten Jahr unter dem Titel “Frühstück mit einem Clown” in der Edition Keiper erschienen. Eventuell kann ich ja meine wunderbare Verlegerin Anita Keiper irgendwann von einer Fortsetzung überzeugen.

Aktuell bereite ich gerade ein anderes Buchprojekt abseits meines “Scheiterthemas” vor. Für mich habe ich befunden, dass ich, obwohl da und dort Krisengewinner, genug gescheitert bin. Wenn alles gut geht, dann erscheint im Frühjahr 2015 Buch Nummer 7 mit dem vorläufigen Arbeitstitel “Wie kommt das Gute in die Welt”. Übrigens schaffte Ernest Hemingway mit seinem siebenten Buch seinen ersten Bestseller, wie ich einmal in seiner Biografie nachgelesen habe. Vielleicht ist das ja ein gutes Vorzeichen für mein neues Werk, da ich zumindest bei den Besuchen von Harry´s Bar in Venedig durchaus mit dem großen amerikanischen Schriftsteller und Nobelpreisträger Schritt halten kann. Spaß bei Seite, ich bin gerade dabei, mich publizistisch von den Schattenseiten des Lebens abzuwenden und meinen Focus der Frage zuzuwenden, was jeder von uns an kleinen Beiträgen im Alltag leisten kann, damit das Leben für uns alle ein wenig freudvoller wird, damit sich die Gesellschaft nicht weiter auseinander verliert, sondern wieder zusammenwächst. Mein intellektueller Zuchtmeister und historischer Unterbau Dieter Ney liest gerade die erste Fassung des Manuskriptes und hat bislang nur lobende Worte gefunden. Das motiviert mich, das Thema weiter zu vertiefen. Lassen Sie sich überraschen! Bevor ich aber an meinen Gedanken weiterbastle, begebe ich mich jetzt einmal in den Offline-Modus, um meine Batterien neu aufzuladen. Irgendwo habe ich mal gelesen “Ohne Pause wird alles zur Pause”. In diesem Sinne, Ihnen allen einen schönen Sommer!

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