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Offener Brief an die ÖBB

Sehr geehrter Herr Generaldirektor,

wöchentlich fahre ich mindestens zweimal mit dem Zug zwischen Wien und Graz hin und her. Ich wollte Ihnen schon oft schreiben, weil ich mich regelmäßig über den Staatsbetrieb ÖBB ärgere, dem Sie als oberster Boss vorstehen. Während ich diese Zeilen formuliere, sitze ich gerade im Zug Richtung Graz, der mit einer halben Stunde Verspätung den neuen Hauptbahnhof in Wien verlassen hat. Ich gehöre zu jenen Menschen, die immer in der 1. Klasse reisen. Soeben hat mich der Schaffner kontrolliert, ich möchte das entwertete Ticket in den Mülleimer neben meinem Sitz werfen, er ist wieder mal nicht ausgeräumt, er geht über von angefaulten Bananenschalen und leeren, in den Behälter rein gepressten Trinkflaschen. Wissen Sie, was eine Fahrt in der 1. Klasse nach Graz trotz ÖBB Vorteilscard kostet? 35,40 Euro! Das sind in „wirklichem Geld“ für eine Fahrtstrecke 487,11 Schilling! Ist es da zu viel verlangt, dass ich einen sauberen Müllbehälter vorfinde? Und nein, sehr geehrter Herr Generaldirektor, das ist eben kein bedauerlicher Einzelfall, wie – sollte ich überhaupt von Ihrer Pressestelle eine Antwort erhalten – diese vermutlich behaupten würde. Wie komme ich als Steuerzahler dazu, doppelt zu bezahlen? Ich bezahle ja nicht nur in Relation zur erbrachten Dienstleistung einen vollkommen überhöhten Tarif für jede Zugfahrt, sondern ich subventioniere auch Ihren Konzern als Steuerzahler. Ist das fair? Für Sie vermutlich schon, sind Sie doch für die Preispolitik und das Ergebnis des Konzerns verantwortlich. Und ich möchte nicht kleinlich wirken, aber wenn ich schon meinen seit Jahren aufgestauten Frust als Ihr Kunde loswerden muss, wie kommt es, dass Ihre ÖBB Mitarbeiter offensichtlich kostenlos 1. Klasse fahren dürfen? Ist die 2. Klasse nicht gut genug? Oder ist das entspannte Bier trinken nach oder vor Dienstschluss Ihren Mitarbeitern in der normalen Klasse nicht zumutbar? Und wenn wir schon beim Trinken sind. Soeben habe ich mir beim Bordservice, das seit kurzem von einem tschechischen Anbieter neu serviciert wird, ein Getränk bestellt. Waren österreichische Mitarbeiter für einen subventionierten Staatskonzern zu teuer? Oder haben Sie nur im ehemaligen Osten einen Sublieferanten gefunden, der es noch billiger macht? Was ist der Grund für den Wechsel des Bordrestaurantbetreibers? Die Preise sind teuer geworden, für meinen standardisierten Grünen Veltliner mit prickelndem Mineralwasser bei der abendlichen Fahrt bezahle ich seit kurzem 1 Euro mehr, was mir auch egal ist, aber zuvor gebe ich der Kellnerin einen 20 Euro Geldschein und sie gibt mir auf einen Rechnungsbetrag von 6,90 Euro lauter Münzen retour, da sie nur tschechische Geldscheine habe, wie sie mir gegenüber ziemlich genervt betont. Können Sie mir das erklären, warum das auf einer innerösterreichischen Fahrt von Wien nach Graz so ist? Wie das geht, dass eine Kellnerin aus einer dem Aussehen nach privaten Brieftasche Münzen hervorkramt, weil sie sonst kein Wechselgeld hat? Oder ist das eine dieser neuen Selbständigen, die einem Betreiber Ware abkauft und dem Fahrgast dann weiterverkauft? Und antworten Sie jetzt nicht, dass der Bordservice ausgelagert ist und Sie nicht wissen, wie Ihre externen Dienstleister ihre internen Arbeitsbeziehungen regeln. Wenn ein Unternehmen Milliarden an Steuergeld kassiert, dann hat es auch eine soziale Verantwortung, nicht nur gegenüber seinen noch immer besonders privilegierten Mitarbeitern, sondern auch gegenüber all jenen, die für diesen Staatskonzern direkt und indirekt arbeiten. Das weitere downsizing der ohnedies schon schlechten Servicierung Ihrer Gäste hat mir der Schaffner mit dem Fahrplanwechsel begründet. Die selbe Person, die von mir gerade neben dem Fahrschein und der Vorteilscard auch meinen Personalausweis verlangt hat, erklärt das damit, dass die neuen Vielfahrerkarten Ihrer Bahnlinie kein Foto des Inhabers mehr tragen und daher kontrolliert werden müsse, ob die dem Kontrollorgan vorgelegte Ermäßigungskarte jener Person gehört, die sie vorgelegt hat. Welch kundenorientierter Zugang! Das ist sicherlich wieder jemandem eingefallen, der im seltensten Fall die Perspektive eines Kunden einnimmt. Aber möglicherweise spart die ÖBB durch das Weglassen eines Fotos bei den Produktionskosten für die Vorteilscard ein paar Cent, erhöht aber gleichzeitig den Arbeitsaufwand des Personals. Das soll nicht meine Sorge sein, da ich in meiner jahrlangen Beobachtung noch nicht festgestellt hätte, dass einer Ihrer Mitarbeiter überlastet wäre, sondern eher viel Fahrzeit damit verbringen kann, entspannt auf einem freien Platz in der 1. Klasse oder Businessclass zu sitzen, um zu warten, dass die Zeit vergeht. Egal, viele Geschichten könnte ich Ihnen aus der Praxis erzählen, zu Ihrem Unternehmen! Eine Bemerkung sei mir noch erlaubt. In meinen Vorlesungen zum Thema Unternehmensführung habe ich seinerzeit gelernt, dass man an der Servicequalität den Gesamtzustand eines Unternehmens erkennt. Soll ich Sie fragen, wie es um die ÖBB steht? Besser nicht, wie ich meine!

Mit besten Grüßen,

Gerhard Scheucher

PS: Den Brief habe ich gestern Abend im ÖBB railjet geschrieben.

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Comments 56

  1. Martina

    War das ein blauer Railjet? Das sind nämlich keine ÖBB-Züge, sondern welche von der tschechischen Bahn ČD, die von Prag nach Graz fahren. Wenn der Zug also in Wien ist, dann hat er schon 400 Kilometer hinter sich. Der Speisewagen ist also ebenfalls ein tschechischer, und das Cateringpersonal bleibt bei grenzüberschreitenden Zügen immer bei „seinem“ Speisewagen. Das trifft auch auf österreichische Züge zu, bis zum Fahrplanwechsel beispielsweise sind die österreichischen Caterer mit ihrem Speisewagen von Wien über Prag bis Hamburg und wieder zurück gefahren.

    ÖBB-Mitarbeiter fahren übrigens auch nicht gratis. Erstens müssen sie für ihre Fahrkarten eine Gebühr an die Bahn selbst zahlen (entweder pauschal jährlich oder pro Fahrt), dazu auch noch Steuer, weil die vergünstigten Fahrkarten ein Teil ihres Gehalts sind. Solche Personalfahrkarten sind europaweit bei fast allen staatlichen und auch privaten Eisenbahnen und auch anderen Verkehrsbetrieben üblich. Den Mitarbeitern selbst wäre es wahrscheinlich großteils eh lieber, man würde den Wert der Fahrkarten auszahlen, aber den Betrieben kommt es so billiger.
    Um erste Klasse zu fahren, braucht man als Voraussetzung eine höhere Gehaltsstufe, und wenn man die hat muss man außerdem auch noch eine höhere Gebühr und mehr Steuer zahlen als in der zweiten.

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    • Thomas Schwalb

      Sie haben eine eigenartige Einstellung zu diesem Thema.

      Die Leistung kauft Herr Scheucher bei den ÖBB. Diese sind daher gegenüber ihrem Kunden, also Herrn Scheucher für die Erfüllung verantwortlich. Wie die ÖBB das machen und wen sie als Subunternehmer beauftragen ist einzig die Verantwortung der ÖBB.

      Wenn also:
      – der Zug verspätet ist
      – das Abteil schmutzig ist
      – der Preise im Speisewagen überhöht sind
      – die Kellnerin kein passendes Wechselgeld hat

      kann man das alles versuchen zu entschuldigen. Besser wäre es aber, die Leistung zu verbesssern!

      Übrigens, bei der Westbahn gibt es pro Waggon einen Schaffner, der auch Snacks serviert und den Waggon sauber hält. Ich fahre oft mit der Westbahn und hatte noch nie einen verdreckten Platz.

      Und die Westbahn ist zwar auch defizitär, das kümmert aber mich aber als Steuerzahler nicht, da hier der Staat nicht helfend einspringt.

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  2. Gerhard Scheucher

    mir als kunde ist das ziemlich egal, wie die bahn ihre internen abläufe organisiert. ich will für mein bezahltes geld eine ordentlich gegenleistung!

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    • norbert

      Sehr geehrter Herr Scheucher
      Es ist schon ziemlich FRECH die Mitarbeiter als FAUL und Versoffen hinzustellen , weiteres zu behaupten das diese NUR Privilegien haben ! Falls sie diese Antwort auf dieser Seite überhaupt freischalten. Welche Privilegien haben die Mitarbeiter ? Das sie am 24 / 31.12 Arbeiten müssen und sich dann beschimpfen lassen müssen ? Das sie jedes Wochenende und Feiertag arbeiten müssen ? Das die Mitarbeiter 25 tage Urlaub im Jahr haben ? Das sie für ihren Zugausweis , der ausserdem zu 99% dazu benutzt wird um in die Arbeit zu fahren , jedes Monat zum Gehalt dazu gerechnet wird und daher auch versteuert wird ? Das nicht alle Mitarbeiter Beamte sind und noch mehr Pensionsbeitrag zahlen müssen als alle anderen ? Das Beamte Arbeitslosen Versicherung bezahlen müssen obwohl sie eigentlich gar nicht Arbeitslos werden können ? Warum Arbeiten sie nicht bei der ÖBB wenn es ausnahmslos nur Privilegien gibt und einen Gehalt von 5000 Euro netto für jeden Mitarbeiter ? Jeder Mitarbeiter muss genauso viel Arbeiten wie jeder andere auch , dies aber alles unter Beobachtung und Beschimpfungen von Mitbürgern die nichts wissen aber beim WEIßWEIN Trinken im Zug sich neue Beschimpfungen ausdenken.
      Das nicht immer alles zu 100% korrekt abläuft ist jedem bewusst , aber dies wird so auch in ihrer Firma sein. Daher bitte einzelne Punkte Kritisieren und nicht alle Mitarbeiter beschimpfen und als Alkoholiker darstellen.

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  3. ferdinand pichler

    gibt es schon eine antwort von der öbb?
    lg, ferdl

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    • Bauer Hans

      Ja die Antwort gibt es – und diese ist noch viel besser zu lesen als das anprangern hier!!!
      Man sollte sich eben erst BESSER Informieren – dann muss man am Ende auch nicht die Hose runter lassen

      😉 Hoff auch die Antwort wird hier noch publiziert !!!

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  4. Ja, bei der Bahn ist einiges seltsam. Wir liefern unseren Wein mit der Bahn, müssen aber Autobahnmaut bezahlen, weil der Wein dann doch per LKW verfrachtet wird. Nett, oder??

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    • norbert

      Herr Regele , sie sagen das sie Wein per BAHN versenden und diese dann aber per LKW zum Kunden zugestellt wird. Haben alle ihre Kunden einen Bahnhof vor der eigene Haustüre oder wie soll sonst der Wein zum Kunden kommen ? Komische Einstellung die unsere Österreichische Menschheit hat. Finde es sehr unverschämt das keiner etwas genaues weis aber rumjammert. Warum arbeiten sie nicht bei der ÖBB ? ist ja sooooo toll dort ??

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  5. Magarita

    Im Sinne der Fairness wäre es wirklich nett, wenn Sie auch die Entgegnung von Herrn Kern posten würden …

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  6. Wolfgang Pfaff

    Das mit den tschechischen Geldscheinen kann ich Ihnen erklären: Wenn sie in einem railjet sitzen der greade von Prag gekommen ist, ist es sehr wahrscheinlich, dass in Tschechien die Fahrgäste mit tschechischen Kronen gezahlt haben. Und das Catering ist auch nicht ausgelagert, sondern wird wie im internationalen Bahnverkehr üblich, von jener gesellschaft gestellt, der der Spreisewagengehört. So kommt tschechisches Personal nach Graz, ungarisches, deutsches, polnisches und slowenisches Personal nach Wien. Umgekehrt kommt österreichisches Personal nach Ungarn, Tschechien, Slowenien, Kroatien, Schweiz und Deutschland.

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  7. Gerhard Scheucher

    ich freue mich ja, dass die öbb meinen blog auf eine interne site gestellt hat und offenischtlich mitarbeiter motiviert, mit mir zu kommunizieren. ich äußere mich dann zu diesem thema auch nicht mehr, aber wichtig ist mir, dass ich in keiner weise mitarbeiter des unternehmens als faul noch als alkoholiker bezeichnet habe! ich weiß, dass es dort viele tüchtige leute gibt! aber manchmal platzt einem als kunde der kragen, insbesondere dann, wenn sich viele vorgänge immer wieder wiederholen. und viele mitarbeiter sollten mal die kundenperspektive einnehmen, das könnte ihnen zu neuen sichtweisen verhelfen!

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    • bernhard

      Nicht als Faul bezeichnet, aber: …da ich in meiner jahrlangen Beobachtung noch nicht festgestellt hätte, dass einer Ihrer Mitarbeiter überlastet wäre, sondern eher viel Fahrzeit damit verbringen kann, entspannt auf einem freien Platz in der 1. Klasse oder Businessclass zu sitzen, um zu warten, dass die Zeit vergeht…
      Nicht als Alkoholiker bezeichnet, aber: …wie kommt es, dass Ihre ÖBB Mitarbeiter offensichtlich kostenlos 1. Klasse fahren dürfen? Ist die 2. Klasse nicht gut genug? Oder ist das entspannte Bier trinken nach oder vor Dienstschluss Ihren Mitarbeitern in der normalen Klasse nicht zumutbar?…

      Wie würde es Ihnen gefallen, wenn ich Sie nach Besuch Ihrer Homepage als „Lebenskünstler“, „Nixtuer“ etc. bezeichnen würde, nur weil´s auf mich diesen Eindruck macht?
      P.S. Würde ich natürlich niemals tun. Prosit Neujahr und a bisserl pragmatischer sehen, die Dinge. 😉

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  8. Bernhard

    Die ÖBB hat die Antwort auch auf eine öffentliche Seite gestellt: http://blog.oebb.at/beschwerde-an-die-oebb-der-ceo-nimmt-persoenlich-stellung/

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  9. Martina Roller

    Antwort von CEO Kern im ÖBB-Blog zu lesen http://blog.oebb.at/beschwerde-an-die-oebb-der-ceo-nimmt-persoenlich-stellung/ Liebe Grüße

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  10. Alexander Brantner

    Sehr geehrter Herr Scheucher. Wenn man schon einen offenen Brief verfasst, diese ins weltweite Netz losschickt, wäre es natürlich auch fair, die Antwort von Herrn Kerrn zu Posten.

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  11. Gerhard Scheucher

    lieber herr brantner, herrn kern wäre es frei gestanden auf meinen blog zu posten. dann hätte ich die antwort selbstverständlich auch veröffentlicht. er hat mir eine persönliche mail gesendet, wo ich keinen anlass gesehen hatte, sie ins netz zu stellen. sie sehen aber, dass zwei postings von anderen usern auf die ausführliche antwort öbb-chefs führen.

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    • Leitner Peter

      Herr Scheucher,
      Sie schreiben einerseits von sozialer Verantwortung , andererseits prangern sie Sozialleistungen eines Unternehmens an . Wie passt das zusammen ?? Und auf unselbstständig Lohnabhängigen hinzutreten (nur weil sie einen Frust haben,der sich noch dazu meist aus Unwissenheit speist) ist LETZTKLASSIG .

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  12. misterX

    Sehr geehrter Herr Scheucher.

    durch Leute wie Sie, ist die Welt so wie sie ist! Und das mit dem echten Geld habe ich nicht wirklich verstanden. Euro/ Schilling/ Reichsmark, ich kenne mich nicht mehr aus, was ist denn jetzt nun echt?

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  13. Andreas

    S.g. Hr. Scheucher!
    Schade das es nicht nur bei einer konstruktiven Kritik geblieben ist!! (für jede Firma Super!!!)
    Ihr Neujahrsvorsatz sollte lauten: INFORMIEREN,DENKEN,…..SCHREIBEN!!!
    Mit diesem „offenen Brief“ an die ÖBB haben Sie sich, in meinen Augen, total lächerlich gemacht.
    Sitze gerade auf meinem Triebfahrzeug und schreibe diese Zeilen,….

    Trotzdem wünsche ich Ihnen frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr!

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  14. werner gruber

    Sehr geehrter Herr Scheucher!
    “ oder ist das entspannte Biertrinken nach oder v o r Dientschluß“, dazu unsere Unterweisungen:
    Mitarbeitern, die sich durch Alkohol, Arzneimittel oder Suchtgift in einen Zustand versetzt haben, in dem sie sich oder andere Personen gefährden können, bzw. wenn eine Übermüdung erkennbar ist, ist die weitere Dienstausübung zu untersagen.
    Für alle MitarbeiterInnen am Zug im ausführenden Betriebsdienst und/oder mit direktem Kundenkontakt gilt während der gesamten Arbeitszeit Alkoholverbot, auch unter Berücksichtigung von Restalkohol gilt die Einhaltung von 0,0 Promille Alkohol im Blut.

    Mit freundlichen Grüßen
    Werner Gruber

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  15. Thomas Seyer

    Warum fahren sie eigentlich mit Zug wenn ihnen nichts passt???????????

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  16. Hubert

    Sehr geehrter Herr Scheucher,

    Sie müssen ja eine ziemlich „zwidere“ Person sein, wie man aus Ihren Zeiler herauslesen kann.
    Aber eines würde ich dann doch gerne wissen.
    Wenn die ÖBB ja so schlecht ist, warum fahren Sie zwei Mal die Woche mit dieser?
    Fahrens doch einfach mit dem Auto, da ist es sauber, günstiger und Sie können in Ruhe einen Veltliner von der Tankstelle geniesen, wenn Sie es schon eine Stunde ohne Alk nicht aushalten.

    Ich bin zwar kein ÖBBler, aber solche Leute wie Sie, die bei allem nur jammern und alles ist schlecht nur selbst ist man der Beste, die liebe ich besonders.
    Ein Gutes hat diese Aktion doch.
    Der Schuss ging für SIe nach hinten los.
    Eine bessere negativ Werbung für sich selbst hätten Sie gar nicht machen können.

    Trotz allem einen guten Rutsch und verbrennens Ihre Vorteilscard und fahrens mit Ihrer Karosse von W nach G.
    Dafür fahre ich in Zukunft weniger mit dem Auto somit merkt es die Umwelt gar nicht.

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  17. Ich finde es ja interessant, daß Christian Kern hinsichtlich der a. t. Fahrbegünstigung dazu gelernt hat. In meiner Gegenwart hat der gegenüber Mitarbeitern von Tagesmedien auf der Bilanz-PK 2011 noch erklärt, die ÖBB-Mitarbeiter fahren gratis, was ja nie stimmte.

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  18. bernhard

    Danke für die Links zur Antwort von Hr. Kern.
    Es ist immer wichtig beide Seiten zu kennen.

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  19. Ich frage mich auch, wo der Blogschreiber behauptet hat, daß die ÖBB-Mitarbeiter faule Leute sind? Ich kann entsprechendes nicht herauslesen, aber man scheint es zu interpretieren.

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  20. Sepp

    Warum wird die Antwort von ÖBB-CEO Kern hier nicht veröffentlicht?

    http://blog.oebb.at/beschwerde-an-die-oebb-der-ceo-nimmt-persoenlich-stellung/

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  21. Mark

    Man muss kein ÖBB-Mitarbeiter sein, um zu sehen, dass Sie sich nur wichtig machen wollen. Sie erinnern mich ein wenig an die Tageszeitung „Österreich“. Diese druckt auch laufend Artikel auf Verdacht, und wenn sie richtig liegt, dann klopft sie sich auf die Schulter und sagt:“Ich habs euch gesagt, und zwar als Erster.“ Kann es sein, dass Sie einfach nur sauer sind, weil Sie nicht fähig waren, selber Eisenbahner zu werden? Gehen Sie in sich und beantworten Sie die Frage nur für sich. Vielleicht kommt beim nächsten Beschwerdebrief auch etwas sinnvolles raus.

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  22. Mark

    Eigentlich will ich nur sehen, wie Sie den Kommentar nicht freischalten. Viel Spass mit der Zensur 🙂

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  23. Ronald Wimmer

    „mir als kunde ist das ziemlich egal, wie die bahn ihre internen abläufe organisiert. ich will für mein bezahltes geld eine ordentlich gegenleistung!“ klingt für mich wie „Mir ist es egal wo der Bäcker am Samstag Nachmittag ein frisches Salzstangerl herzaubert. Ich bezahle ja teures Geld dafür.“

    Auch den Schilling noch als „das echte Geld“ zu bezeichnen, finde ich persönlich mehr als lächerlich.

    Mit solchen Aussagen haben Sie bei mir persönlich als Mensch schon verloren.

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  24. ÖBBlerin

    Verehrter Herr Scheucher,
    Dafür, dass ich mit den ÖBB-Zügen (vorwiegend dienstliche) Reisen in der 2. Klasse unternehmen darf, wird mir auch ein Pauschalbetrag vom Gehalt abgezogen – schön, dass Sie erst am richtigen Ort nachfragen, bevor Sie schreiben!

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  25. Thomas Hauser

    Ich persönlich finde es etwas enttäuschend, dass jemand ein System kritisiert,wo offensichtlich sämtliches Hintergrundwissen fehlt, und es dann vorab ordentlicher Recherche in die Öffentlichkeit hinaus trägt, wo man selbstverständlich immer gleichgesinnte frustrierte Mitläufer finden wird, deren Informationsniveau auf dem selben Stand ist. Unseriöse Zeitungen oder auch unsere Politiker bedienen sich dieser Methode, warum ein zumindest dem Anschein nach durchaus seriöser Autor? Gerade Sie sollten es besser wissen.
    Und um kurz noch einen Kommentar von Ihnen aufzugreifen, haben Sie in Ihrem Brief durchaus darauf angespielt, das ÖBB-Mitarbeiter angeblich die 1. Klasse nutzen müssen für Ihr Bier nach dem Dienst, was ich auch etwas vermessen finde, wie auch abwertend, nachdem Sie sich zu allem noch über den Preis Ihres Veltliners beschweren.
    Ich hoffe, dass Ihre weiteren Zugfahrten ohne Probleme verlaufen und Ihnen bei einem Zwischenfall, welchen auch immer, niemals ein fauler Zugbegleiter, der in der 1. Klasse seine Fahrzeit absitzt, helfend oder rettend zur Seite stehn muss.

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  26. Ich

    Der Brief von Hr. Mag. Kern

    Sehr geehrter Herr Scheucher!

    Danke für Ihre ausführliche Kritik. Wiewohl diesen Punkten aus ihrer Kundenperspektive wenig hinzuzufügen ist, ist die tatsächliche Faktenlage etwas differenzierter als sie meinen. Selbstverständlich ist es ihr gutes Recht dies im Sinne ihrer berechtigten Kundenerwartung zu ignorieren.

    Die Railjets zwischen Prag und Graz via Wien Hauptbahnhof verkehren seit 15. Dezember 2014. Also kein Einzelfall, da haben sie recht, aber auch nicht gerade ein Produkt bei dem wir nach drei Tagen über endlose Erfahrungswerte verfügen. Der Sinn dieses neuen Angebots besteht übrigens darin, dass Grazer um fast eine Stunde früher in Prag sind.

    Die Konsequenz ist, dass der Zug nicht erst in Wien losfährt, sondern eben schon von Prag kommt. Also nicht pünktlich und geputzt von der ÖBB am Hauptbahnhof zur Verfügung gestellt wird. Zu allem Überdruss mussten wir feststellen, dass die Züge an der Grenze von meinen Kollegen oft mit bereits 30 Minuten Verspätung übernommen werden. Ähnliche Probleme kennen wir aus den Verkehren von Italien, von Deutschland und von Ungarn, im Regelfall aufgrund unzureichender oder defekter Infrastruktur in diesen Ländern. Klar, für Sie ist die ÖBB verantwortlich und wir bemühen uns auch intensiv, die Kollegen von der DB, der CD, der FS oder der ungarischen MAV zu motivieren, die Fahrpläne einzuhalten. Mehr als gutes Zureden steht uns als Mittel nicht zur Verfügung. Eine Lösung gäbe es für das Problem aber schon: den grenzüberschreitenden Verkehr einzustellen. Also: entweder Verspätungen zumindest hin und wieder akzeptieren oder an der Grenze stoppen. Wir haben uns für ersteres entschieden, auch wenn damit reine Binnenkunden Nachteile haben. Sie halten das wohl alles für eine Ausrede. Ich empfehle dazu die offiziellen Statistiken der europäischen Bahnen und Eisenbahnverbänden, die zeigen, dass die ÖBB hinter der SBB auf Platz zwei liegt.

    Die vollen Mistkübel sind allerdings in der Tat nicht in Ordnung. Das müssen wir uns nochmal anschauen.

    Zu den 35,40€. Stimmt, das ist nicht wenig Geld. Absolut jedenfalls. Vergleichen Sie jedoch das Preisniveau etwa mit einer ähnlichen Strecke in Deutschland oder der Schweiz, werden sie feststellen, dass unser Preis um mehr als 40% unter jenen dieser Länder liegt. Selbstverständlich erfolgen auch in der Schweiz und in Deutschland erhebliche Zuzahlung für die Bahnverkehre. Würden wir unsere Preise übrigens auf das Niveau der Deutschen oder Schweizer heben, könnten wir auch die öffentlichen Zahlungen deutlich reduzieren, selbst unter der Annahme wesentlicher Kundenverluste. Tun wir aber nicht und haben wir auch nicht vor.

    ÖBB Mitarbeiter fahren auch nicht kostenlos, sie zahlen aber zugegebenermaßen weit weniger als unsere Kunden. Dabei handelt es sich um eine Sozialleistung des Unternehmens, die vor Jahrzehnten eingeführt wurde und deren Ablösung, wie sie sich denken können, dem Unternehmen mehr kosten würde als deren Erfüllung.

    Bordservice betreibt bei uns auch kein tschechisches Unternehmen, sondern Do&Co. Wir haben diese Firma engagiert, weil sie weltweit zu den besten Caterern zählt (siehe Formel 1, Fußball WM, Schiweltcup, diverse Fluglinien etc.) Sie können die Kollegen an ihren Uniformen und am Henry-Logo erkennen. Um ihren Eingangssatz zu relativieren: sie ärgern sich also in diesem Fall nicht über einen Staatsbetrieb, was mich angesichts der Referenzenliste auf ihrer Homepage auch wundern würde, sondern im Grunde über eine private, börsennotierte, weltweit erfolgreiche Firma.

    Natürlich sehen sie das anders, ist mir klar, ist ja auch ein ÖBB-Zug, aber Sie gestatten meine Vermutung, dass Sie Herrn Dogudan keinen Brief geschrieben haben. Was ok ist, aber woraus man interpretieren könnte, dass die ÖBB, als öffentliches Unternehmen, höhere Erwartungen erfüllen muss, als jeder Privatanbieter. Ich denke, dass mit dem tschechischen Geld habe ich mit meinem Eingangsabsatz erklärt. Natürlich haben wir mit Do&Co vereinbart das alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden müssen, er andernfalls pönalepflichtig wird. Wir kontrollieren das auch, haben bislang aber so gut wie keine beanstandungswürdigen Umstände vorgefunden.

    Die Vorteilscard-Ausweispflicht: ja, das mit dem Ausweis ist nicht optimal. Der Verzicht auf ein Foto auf der Karte hatte aber keine Kostengründe, sondern war die Reaktion auf eine Reihe von Kundenbeschwerden, die den Manipulations- und Zeitaufwand bei der Lösung einer VC kritisiert haben. Das hat keine Kostenwirkung, erhöht aber beim Erwerb der Karte deutlich die Convenience (wie es neudeutsch heißt).

    Ich hoffe, mit diesem Schreiben Ihnen die Rahmenbedingungen unserer Aufgabe nachvollziehbar erklärt zu haben. Ich werde mir auch erlauben, Ihren Brief im Management der ÖBB zu verteilen. Den Aufwand, den sie sich für die Formulierung gemacht haben, schätze ich sehr.

    Einen Punkt kann ich aber nur mit aller Deutlichkeit zurückweisen. Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen als Faulpelze darzustellen, ist eine völlig ungerechtfertigte Gemeinheit.

    Mit besten Grüßen
    Christian Kern

    P.S. Diesen Brief habe ich eben an meinem Arbeitsplatz geschrieben. Ein Vergnügen, dass ich mir in diesen Minuten, am Freitag, um 18.27, mit tausenden ÖBB-Mitarbeitern teile. Schönes Wochenende! ; -)

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  27. Gerhard Scheucher

    Meine Antwort auf die Mail von Herrn Kern (Freitag, 19. Dezember 2014 20:51)

    Sehr geehrter Herr Mag. Kern,

    ich fühle mich eigentlich nicht besser, wenn ich weiß, dass Sie um diese Uhrzeit noch arbeiten, während ich mich schon diversen kulinarischen Gelüsten und dem Wochenende hingebe:-) Wenn Sie die Mail tatsächlich selbst verfasst haben, Respekt! Wenn die Mail jemand für Sie geschrieben hat, dann gebührt Ihnen ebenso mein Respekt für die tolle Organisation, die in einem Konzernumfeld nicht selbstverständlich ist! Auch ich schätze Ihre ausführliche Antwort!

    Aber trotz aller nachvollziehbarer Differenzierung, die Sie vornehmen, bleibt für mich am Ende die Wahrnehmung und das Erlebte. Ich kaufe ja kein Ticket bei einem Ihrer Partner (DB, der CD, der FS oder der ungarischen MAV) sondern bei der ÖBB. Und ich begutachte ehrlich gesagt vorher nicht den Zug, den ich besteige. Mir tritt ja auch so wie gestern kein tschechischer Schaffner gegenüber, sondern einer Ihrer Mitarbeiter. Aber vielleicht sollte die ÖBB vor der Abfahrt ihre Fahrgäste belehren, damit sie wissen, wo sie sich gerade befinden oder auch nicht. Für mich als schienentechnischer Laie ist das vollkommen unvorbereitet ein wenig viel:-) Ich erwerbe am Bahnhof der ÖBB ein Ticket bei der ÖBB, fahre in einem tschechischen Zug, werde aber von einem Mitarbeiter der ÖBB kontrolliert, aber von tschechischen Mitarbeitern serviciert. Da ist es nicht ganz einfach den Überblick zu behalten, zumindest für mich.

    Und noch eine Anmerkung zu dem von Ihnen gepriesenen Preisniveau der ÖBB. Ich fliege auch relativ viel und staune immer wieder, wie billig Flugtickets im Vergleich zur Bahn sind. Ein so ein Schlüsselerlebnis war heuer der 20.8, ich musste kurzfristig nach Leipzig, zuerst wollte ich mit dem Zug fahren, dann habe ich einfach den Flugpreis mit dem Zugpreis verglichen, bei der Lufthansa buchte ich ein Ticket zwei Tage (!) vor der Reise um 149,90 Euro hin und retour. Schauen Sie mal nach, was es kostet, wenn Sie 1. Klasse von Wien nach Leipzig und retour bei der ÖBB buchen, vom Zeitaufwand ganz zu schweigen. Am 26.11 hatte ich in Nürnberg zu tun. Eine Destination, die man mit dem Zug bestreiten muss. Wie immer habe ich für einen derartigen Anlass über die Deutsche Bahn 1. Klasse Sparschiene gebucht, weil das Ticket im selben Zug zu selben Zeit erheblich teurer ist, wenn ich es über die ÖBB buche. Prüfen Sie es nach, buchen Sie eine Zugfahrt und machen Sie den Preisvergleich. Als Kunde bleibt bei derlei Erfahrungen kein gutes Gefühl für Ihr Unternehmen zurück!

    Ich werde natürlich in Zukunft genau schauen, wer mich beim Bordservice bedient und genau darauf achten, welche Humanressourcen miteinander kooperieren. In diesem Zusammenhang möchte ich aber schon festhalten, dass es mir fern liegt, Ihre Mitarbeiter pauschal zu verurteilen, noch habe ich sie als Faulpelze bezeichnet. Aber als Vielfahrer der ÖBB meine ich, doch eine gewisse Beobachtungsgabe entwickelt zu haben. Es kann ja sein, dass ich die uniformierten Personen, die ich ab und dann im Ruhezustand verharrend wahrnehme, von der DB, der CD, der FS oder der ungarischen MAV sind, aber ganz sicher nicht von der ÖBB:-) In dieser Frage werde ich meinen Blick versuchen zu schärfen, damit am Ende keine falschen Behauptungen von meiner Seite aufgestellt werden. Ich gelobe, mich als Kunde der ÖBB zu bessern, mein Vorsatz für 2015:-)

    Mit den besten Wünschen für das Wochenende und die herannahenden Feiertage,

    Gerhard Scheucher

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    • Johannes

      Ich finde es verwunderlich, dass es Sie überrascht, dass in Österreich Personal von anderen Unternehmen in den ÖBB Zügen ihre Dienstleistungen anbieten. Dies ist ein deutliches Zeichen der Zusammenarbeit der ÖBB mit anderen Dienstleistern. Übrigens so wie von der Politik in den vergangenen Jahren gefordert wurden die Leistungen der ÖBB selbst auf das sogenannte „Kerngeschäft“ fokussiert. Darum finde ich sollte man schon erkennbar sein, wer nun mit einer Kundenreaktion bedacht wird. Das Catering im Zug ist schon seit vielen Jahren nicht mehr in direkter Verantwortung der ÖBB, ebenso wurden die, von Ihnen im offenen Brief angesprochene Reinigungstätigkeiten, schon vor einigen Jahren „privatisiert“.
      Dass derartige Privatisierungen leider nicht immer eine gesteigerte Qualität für den Kunden mit sich bringen, kann ist nicht auszuschließen, ging es den politisch Verantwortlichen doch lediglich darum, Kosteneffizienz zu erzielen oder Private an rentablen Kuchenstücken verdienen zu lassen.
      Bezüglich des Personaleinsatzes war ich bei meiner vorletzten Bahnreise selbst überrascht. So verblieb bei einem Railjet aus Zürich kommend das Personal der Schweizer Bahn bis Innsbruck im Zug und führte die Fahrkartenkontrollen durch. Ich nehme an, dass in der Schweiz der Verdienst wesentlich höher ist als in Österreich. Durch diese persönlich gemachte Erfahrung gehe ich davon aus, dass es den ÖBB eher um die Vermeidung von längeren Grenzaufenthalten durch den Personalwechsel von einer Bahnverwaltung zur nächsten Bahnverwaltung geht.
      Wenn es um den Vergleich zwischen der Bahn und den Flugverkehr geht, muss man bedenken, dass die ÖBB für die Verbrauchte Energie, sei es nun Diesel oder Strom in Österreich die vollen steuerlichen Abgaben zu entrichten hat. Für Ihre Fahrkarte wird übrigens auch Mehrwertsteuer fällig. Anders verhält es sich beim Flugverkehr. Hier wird für das vom Flugzeug verbrachte Kerosin keine Mineralölsteuer fällig. Für das Flugticket wird übrigens keine Mehrwertsteuer verrechnet.
      Der von Ihnen geschilderte Preisvergleich der Verkehrsträger Bahn – Luftfahrt belegt die Wirkung einer gravierenden Ungleichbehandlung beider Verkehrsträger aus steuerlicher Sicht.
      Der Preisunterschied ÖBB – Deutsche Bahn könnte alleine schon dadurch zustande kommen, das einerseits bei den ÖBB im Internet die von Ihnen genannte Verbindung bereits 6 Monate vor der Fahrt gebucht werden kann und in Deutschland erst 3 Monate vor der Bahnfahrt. Meiner persönlichen Erfahrung nach ist der Preis natürlich auch von der gewählten Relation abhängig. Viel gebuchte Strecken sind auch in Deutschland schnell vergriffen, während eher weniger gut gebuchte Strecken, abhängig von der Reisezeit sogar noch ein bis zwei Wochen vor der Fahrt äußerst Günstig zu buchen sind.
      Schöne Grüße und einen angenehmen Jahreswechsel 2015
      Johannes

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    • Sie vergleichen aber hier auch Äpfel mit Birnen. Sind Sie mit der Lufthansa auch in der Business Class geflogen? Was kostet ein Ticket in der 2. Klasse bei der ÖBB? Dazu sind Bahnfahrkarten in Deutschland deutlich teurer als in Österreich (und die ÖBB kann ihre Preise nicht unabhängig davon gestalten, da Sie ja Gleise mieten muss), aber das hat Herr Kern ja schon beschrieben.

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  28. Andi

    „ich bin steuerzahler, ich erwarte mir luxus in jeder hinsicht und natürlich weiss ich alles besser als ihr/sie“ – so in etwas kommt für mich die kernaussage rüber. ich bin kein mitarbeiter der öbb, fahre auch mittlerweile nicht mehr so oft mit der bahn, habe sie aber zu meiner schul- und studienzeit täglich genutzt. natürlich ist nicht alles perfekt (das ist es nie), aber ich war immer recht zufrieden. und natürlich ist es nicht billig, aber mit dem auto wäre es insgesamt auch nicht wirlich günstiger und sie hätten wohl nicht während der autofahrt gemütlich einen brief schreiben können 😉
    zwar sehr abgedroschen, aber uns gehts nun mal zu gut, daher sudern wir über belanglosigkeiten (wie zb einen vollen papierkorb).

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  29. LOL

    Sie schreiben auf der einen Seite von einer Entwicklung einer gewissen Beobachtungsgabe, auf der anderen ist es ihnen als plötzlicher schienenhafter Laie zuviel zu erkennen welcher Mitarbeiter gerade vor Ihnen steht? (Möglicherweise war der Inhalt Ihres Glases kein Weißwein?) Nicht zu erkennen welchen Zug Sie gerade im Begriff sind zu besteigen erachte ich als bedenklich, ja sogar höchst fragwürdig – willkommen im Zeitalter der digitalen und elektronisch unterstützten Verblödung!
    Mir ist es gänzlich unzugänglich wie so manche Menschen Ihrem Alltag Herr (oder Frau) werden und diesen unbeschadet überleben… HOCHACHTUNGSVOLL!

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  30. Müller

    Sehr geehrter Herr Scheucher!

    Wie langweilig ist Ihnen? Ich glaub die damen…Martina,, hat Sie gut aufgeklärt. Ihr Brief ist ein witz. Immer nur am jammern, typisch halt. Dann fliegen Sie doch mit einer Privatenjetfirma 😉 Die Mitarbeiter reißen sich tag täglich den arsch auf damit es so prinzessinen wie ihnen past. Sie sind der beste Beweis das einig ehier einfach nur verwöhnt sind 😉 Und bitte kommen Sie nicht mit der Aussage „Ich bin Steuerzahler“ ja und weiter? Ich zahl auch Steuern. Trotzdem muss ich jeden Tag irgentwelche Idioten in diesem Land sehen 😉 Also bitte zicken Sie nicht herum. Nicht jeder hat einen angenehmen Beruf wie Sie 🙂

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  31. Franky

    ein paar Absätze hätten aber echt nicht geschadet.

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  32. Pilot

    wer nichts is und wer nichts kann der geht zur ………..

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  33. Thats me

    Als Frau eines ÖBBlers möchte ich auch mal die familiäre Seite aufzeigen…
    Hat man als normale Angestellter an Wochenenden und Feiertagen frei muss der Mann dann meistens arbeiten. Das bedeutet auch dass er teilweise 13-14 Stunden im Dienst verbringt. Außerdem sind viele Arbeiten auch teilweise gefährlich wie zB das Verschieben der Züge welches zB auch Lokführer machen. Da fragt aber keiner nach ob das Gehalt für diese gefährliche Arbeit angemessen oder doch zu wenig ist. Auch wenn betreffender ÖBBler nicht schon seit 20 Jahren dabei ist dann hat dieser auch keine tollen Verträge oder tolles Gehalt. Und davon werden dann noch Kosten für die „gratis“Fahrkarten abgezogen welche die Mitarbeiter aber auch nutzen müssen um von einer Arbeitsstelle zur nächsten WÄHREND der Arbeitszeit zu gelangen. Das Leben eines ÖBBlers und seiner Familie ist somit nicht nur Jux und Tollerei und eine tolle Zeit sondern bedeutet auch viel Entbehrung!!!

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  34. Gerhard Scheucher

    nochmals ein blog zum thema, ich lerne ja dazu:-) http://gerhardscheucher.com/weichenstellung/

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  35. „Die richtige Wahl der Worte ist eine große Verantwortung, ob als Führungskraft, ob am Arbeitsplatz oder im Privaten, die wir alle haben!“ — Gerhard Scheucher

    …dem ist (bei kenntnis deines persönlichen werdegangs) nichts hinzuzufügen.

    roman hebenstreit, vorsitzender des konzernbetriebsrates der öbb

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  36. Wolfgang Schwarz

    Sehr geehrter Herr Scheucher,

    ich hoffe doch sehr, dass Sie aus Fairnessgründen auch einen offenen Brief an den Herrn Bundes- und Vizekanzler geschrieben, die Ihr „echtes Geld“ als Steuerzahler so leichtsinnig für die Verstaatlichung einer Bank ausgeben haben!

    Damit könnten Sie nämlich jahrelang „Bahnfahren und Nerven sparen!“

    Beste Grüße
    W. Schwarz

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  37. Ein Faktum können wir schon einmal festhalten: Die Railjet der CD werden durch Mitarbeiter der Firma JLV serviciert, und nicht wie von Christian Kern behauptet, von Do & Co. Vielleicht hätte er nochmals im eigenen Unternehmen besser recherchieren sollen, als den Brief voreilig am Freitag um 18:27 Uhr abzusenden.

    Die Frage bezüglich der desolaten Infrastruktur wird noch zu klären sein, wie die anderen Verkehrsministerien diese Aussagen betrachten?

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  38. Heureka

    Herr Scheucher,…
    wissen Sie wieviel der Bau eines Zuges (zB railjet) kostet? Wissen Sie was eine Wartung kostet? Sie sprechen von teuren Preisen (in „echtem Geld“..?) – die ÖBB ist ein Spzialdienstleister; dies Mal als Gedankenanstoss. Sie vergleichen mit den Flugticketpreisen? Hmmm – ich würde mir zuerst einmal ansehen und überdenken: die angesehene nationale Airline gehört mittlerweile den Nachbarn, es gibt hunderte (selbstfinanziert, teuer ausgebildete) arbeitslose Piloten, was wiederum der Steuerzahler via AMS-Geld finanziert. Wollen Sie lieber um 5,- Bahn fahren und dafür Tausende Euro Steuergeld bezahlen weil die ÖBB dann das halbe Personal entlassen muss weil es nicht mehr finanzierbar ist?….
    In einigen Beiträgen wird es schon richtig erwähnt; sie scheinen sich zwar geistig über den Durchschnittsbürger zus tellen – reden aber bzw. „schießen einfach los“ ohne wirklich Ahnung zu haben…..
    Sie beschweren sich über die Sozialleistungen für ÖBB-Mitarbeiter? Jammern aber, dass alles immer teurer wird? Das Gesellschaftsproblem heisst NEID (pfui!!!!)
    Was interessiert es wen, ob der Papierfabrikarbeiter einmal im Monat sein Kopierpapier für daheim mitnehmen darf? Warum ist es jemand dem Bäcker zu neidig, wenn er seinen Kindern Schokokipferl am Abend gratis mitnehmen darf? Abgesehen davor, dass wie von eingien schon erwähnt ÖBB Mitarbeiter nicht gratis Zug fahren – sollten wir als Menschheit nicht zusammen halten und schauen, dass es jedem bisschen leichter gemacht wird?
    Beschweren Sie sich auch, wenn Pensionisten einen Rabatt auf Hörgeräte bekommen?

    Aber ein Vorschlag:
    werden Sie CEO ÖBB und machen Sie es besser … !? Wie wär das? Zeigen Sie der Menschheit wie man es richtig macht – denn anscheinend wissen nur Sie das.

    Da Herr Kern einer der ganz wenigen fähigen Manager in diesem Land ist, sollte er ohnehin noch mehr Gutes für uns machen und Bundeskanzler werden – wenn sein Platz mal frei wird (sicher zum Leidwesen aller ÖBBler) dann bitte – bewerben Sie sich und ich setze mich dann täglich in den Zug und schreibe Ihnen über jeden Blödsinn Beschwerdebriefe – mal sehen ob Sie genau so gut organisiert sind dann und ebenfalls auf so ein Niveau herunterlassen und antworten….

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  39. Christian Kogler

    Sehr geehrter Herr Scheucher,

    ich fahre möglicherweise ähnlich viel mit der Bahn wie Sie, allerdings nicht immer auf der selben Strecke und auch nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa.

    Manches in Ihrem Brief ist richtig, manches erscheint zumindest mir banal und manches erscheint mir gefährlich. Denn im europäischen Vergleich liegen die ÖBB bezüglich Servicequalität im guten Durchschnitt – bei manchen ist sie besser, bei mehreren unvergleichlich schlechter! Und das Problem bei den ÖBB sind meist nicht die Servicemitarbeiter/innen vor Ort, sondern die „Schreibtischstrategen“ in Wien, die oft keine Ahnung zu haben scheinen, wie Ihre Entscheidungen auf die Kunden wirken! Vielleicht ist es ihnen auch egal, aber das will ich mal nicht hoffen.

    Metallbänke auf Bahnsteigen, auf die man sich die meiste Zeit des Jahres nicht setzen kann, weil sie so kalt sind, dass sie ein gesundheitliches Risiko darstellen (wem fällt so etwas ein?), andauernde kundenunfreundliche Verschlechterung des Tarifsystems z. B. was die Fahrradmitnahme oder die Vorteile einer Österreich-Card betrifft, das Ausfallen von Zügen zu Spitzenzeiten zwischen Salzburg und Wien bei einer Arlbergsperre ohne in Zubringerzügen zu informieren (nicht jeder schaut auf eine Webseite, wenn man ja weiß, wann der Zug normalerweise fährt), Fahrkartenautomaten auf kleinen Haltestellen nur auf einer Seite, sodass man leicht den Zug versäumt, wenn man eine Karte kaufen will und dann nicht lebensgefährlich über die Gleise laufen möchte …… und vieles mehr! Das sind die Dinge, die Bahnfahren wirklich unangenehm machen! Die tschechischen und ungarischen Kellner/innen sind meist sehr freundlich und die Qualität in den Speisewägen hat sich wieder enorm verbessert! Zugbegleiter/innen und Personal auf Bahnhöfen bemühen sich meist über das „Muss“ hinaus, um Bahnfahren angenehmer zu machen!

    Bezüglich Pünktlichkeit: bei der überwiegenden Anzahl meiner Bahnfahrten in Österreich bin ich pünktlich unterwegs – was noch verbessert gehört, ist, dass Anschlüsse, wenn nur irgend möglich, gesichert bleiben, denn man kann schließlich beruflich nicht einfach irgendwo eine oder manchmal sogar zwei Stunden zu spät kommen!

    Dass der Railjet manchmal Verspätung aus dem Ausland hat, wird sich nicht vermeiden lassen – trotzdem ist es super, dass es z. B. eine durchgehende Verbindung von Prag nach Graz gibt! Internationale Verbindungen sind wichtig, die ÖBB stehen dazu, die italienischen Staatsbahnen haben sie fast abgeschafft! Dafür sollte man den ÖBB danken und sie nicht noch schimpfen!

    Skandinavische, britische, italienische oder französische Verhältnisse möchte ich nicht – das sind mir die ÖBB noch zehnmal lieber, so wie sie sind!

    Manche im Management der ÖBB, die ändern, ohne die Wirkung der Änderungen zu bedenken und Tarife gestalten, die dazu führen, dass man sogar als Vielfahrer überlegt, auf Alternativen auszuweichen, sollte man eventuell austauschen. Denn sie richten großen Schaden an, ohne die Einnahmen wirklich zu verbessern.

    Ich überlege z. B. meine Österreich-Card nicht mehr zu verlängern – aufgrund der Abschaffung des 7 Euro-Upgrades und der Lounge-Benützung aufgrund von Bonuspunkten. Die ÖBB verdienen in meinem Fall durch diese Änderungen sicherlich weniger – das ist keine intelligente Tarifpolitik!

    Also wie gesagt – die Probleme der ÖBB sind kaum im operativen Geschäft – sie sitzen in der Verwaltung!

    Liebe Grüße,

    Christian Kogler

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  40. Stefan Benedik

    Ich dachte nicht, dass ich mich jemals in der Position finden würde, die ÖBB zu verteidigen, aber dieser von Unterstellungen, unangebrachten Anfeindungen und Selbstmitleid triefende Blogeintrag fordert wirklich zum Widerspruch heraus. Sehr geehrter Herr Scheucher, wir haben verstanden, dass Sie die Erfüllung hoher Ansprüche mit einem möglichst geringen Preis erreichen möchten, dass kann man Ihnen auch gar nicht verleiden. Aber wenn relevante Kritik (zB an der Auslagerung von Dienstleistungen und der Ausbeutung von Scheinselbständigen) in Ihrem Blogeintrag hinter der Betonung des enormen Schadens, den Sie durch eine Servicemitarbeiterin, die Ihnen nur Münzen herausgeben kann, verschwindet, bleibt leider nichts von Ihren Einwänden über als die Betonung Ihres für alle Welt sehr deutlich zur Schau gestellten Snobismus: Herzliche Gratulation, dass Sie immer in der ersten Klasse fahren dürfen. Ich wünsche Ihnen inständigst, dass Ihnen der Anblick des arbeitenden Pöbels nicht allzusehr auf die Leber schlägt.
    Man kann vieles kritisieren, auch an den letzten Fahrplanänderungen, wohl aber nicht, dass es wieder mehr internationale Verbindungen gibt, die wirklich überwiegend gut funktionieren.

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    • Gerhard Scheucher

      es ist immer die frage, was man glaubt gelesen zu haben und was tatsächlich dort steht:-) aber vielen dank für ihre anmerkungen!

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  41. Angela Thaler

    Da gibts schlimmere Probleme als die dargestellten. Das System wie die Reservierungen gehandhabt werden ist eine Zumutung für jene die reserviert haben und auch für jene die nicht reserviert haben – das sollte mal klar ausgesprochen werden. Meist wird die Reservierung nicht angezeigt und letztlich weiß keiner, ob er von seinem Sitzplatz vertrieben wird. Dringender Handlungsbedarf ist hier angesagt!
    Heute geht noch eine E-Mail an die ÖBB weg, die das Thema etwas ausführlicher behandelt.

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  45. Petrusic Marko

    Ich wurde gestern in der S-Bahn erwischt und hab eine strafe von 100€ bekommen.
    Der grund ist es ich hab eine fahrschein gekauft aba der nicht für gen zug war ich hab denn fahrschein 14€ bezahlt aber der war für den CAT zug und jetzt kann ich denn fahrschein wegschmeise und auch noch die strafe zahlen nur weil der fahrkontrolör es nicht für gültig gelassen hat und keine zu verkaufen hatte hat er mir die strafe gegeben.!

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