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Grünblaue Unverwertbarkeiten

Es gibt Orte, die werden niemals für Menschen ihren Schrecken verlieren. Erst kürzlich hat sich der Jahrestag von 9/11 wiederholt. Wer jemals den Krater in New York City gesehen hat, den die beiden Twintowers (Zwillingstürme) des World Trade Center hinterlassen haben, nachdem zwei Flugzeuge – gelenkt von Islamistischen Terroristen – sie zuerst rammten, bis dann die beiden Gebäude in sich zusammengefallen sind, der kann mit stockendem Atmen aus der jüngeren Geschichte ableiten, was Menschen aus blindem Hass und falschen Überzeugungen anderen Menschen antun können. Auch aus dem letzten Jahrhundert gibt es solche Orte der unvorstellbaren Grausamkeit, wo Menschen nicht binnen Minuten in die Luft gesprengt, sondern systematisch, oft über Wochen und Monate erniedrigt, gefoltert, all ihrer Würde beraubt wurden, bis sie millionenfach den sicheren Tod sterben mussten – auf Geheiß des größten Unrechtsregimes aller Zeiten. Von Menschen getötet, die ein System propagierten, das einen bestimmten Menschentyp als wertlos erachtete. Zu diesen Plätzen, die niemals in unseren Köpfen verschwinden dürfen, gehören ebenso alle Konzentrationslager des Dritten Reiches. Wenn ich mir die düsteren Bilder in Erinnerung rufe, die in meinem Kopf seit eines Besuches in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen entstanden sind, werde ich noch weniger verstehen können, warum die Gesellschaft so wenig aus den dunkelsten Kapiteln der Geschichte lernt!

Daher zählt es zu den bedeutsamsten Aufgaben, dass wir permanent an das Vergessen erinnern, wie ich meine! Nicht moralisierend, sondern aus einer tiefen Überzeugung heraus, die immer wieder dokumentiert und unmissverständlich klarlegt, dass Menschen in keiner Lebenssituation ihrer Würde beraubt werden dürfen! Das Mauthausen Komitee Österreich betitelte sein Jahresthema 2014 „Wert des Lebens“. Die dazu verfasste Presseaussendung sollten einige Politiker gerade in diesen Tagen sehr aufmerksam lesen. “In der Zeit des Nationalsozialismus bestimmten eugenische und ethnische Merkmale darüber, welchen Menschen der Wert des Lebens zuerkannt wurde und welchen nicht. Neben der rassistischen Kategorisierung der Nationalsozialisten wurde der Wert eines Lebens auch am wirtschaftlichen Wert gemessen, somit verloren arbeitsunfähige Menschen sehr bald ihr Anrecht auf Leben. Das KZ-System der Nationalsozialisten zeigt die Verbindung zwischen Arbeitsfähigkeit und Lebensrecht sehr deutlich. Sobald die Arbeitskraft von Menschen ausgeschöpft war, hatte dieses Menschenleben auch keinen Wert mehr. Auch heute nimmt die Bewertung eines Menschen nach seiner ökonomischen Verwertbarkeit bzw. seiner Gewinnträchtigkeit einen immer größer werdenden Platz ein, woran gerade die schwachen Gruppen besonders leiden. In ganz Europa sind derartige Entwicklungen und zusätzlich immer mehr werdende antisemitische und rassistische Übergriffe festzustellen. Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus werden immer salonfähiger. Diese Entwicklung ist sehr besorgniserregend.“ Der Vorsitzende des Mauthausen Komitees Österreich, Willi Mernyi, appelliert: „Zivilcourage ist gefordert. Jeder noch so kleine Widerstand hilft, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten.“

In einer ARD Talk Show erklärte jüngst die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth, in der Debatte um tausende Flüchtlinge, die Schutz und Aufnahme bei uns suchen: Es werden auch Menschen kommen, die nicht unmittelbar verwertbar sind.” Es bleibt einem der Mund offen, ob dieser Gedankenwelt und dieses Wertesystems, das hier von der langjährigen Vorsitzenden der Deutschen Grünen zur Schau getragen wird. Es gibt noch ein paar Überlebende aus Konzentrationslagern, die von den Nazis für aus ihrer Sicht wertlose Menschen errichtet wurden. Die Politikerin wäre aus meiner Sicht gut beraten, mit einem dieser letzten lebenden Zeitzeugen das Gespräch zu suchen, wenn sie tatsächlich nicht wissen sollte, auf welcher Ideologie sich ihre Sichtweise begründet. „Für die Nazis waren bestimmte Menschengruppen minderwertig oder wertlos. Die Ökonomisierung von Menschengruppen war die ideologische Vorbereitung für Aussonderung und Vernichtung.” stellte im Mai dieses Jahres der Nationalratsabgeordnete der Österreichischen Grünen, Harald Walser, fest. Dem vorausgegangen war ein Facebook-Posting des niederösterreichischen FPÖ-Gemeinderats Gerald Hraball zur Flüchtlingsfrage im Mittelmeer. Die Zwangsbevormundung durch die EU-Diktatur schreitet voran! Statt pragmatische und sinnvolle Lösungen (z.B. Rückverfrachtung nach Afrika) zu finden, plant sie Zwangsimport und -aufteilung, wohl wissend, dass dieses Menschenmaterial für Europa komplett wertlos und problembehaftet ist„. Der Grüne Mandatar hat ob dieser Aussagen eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingebracht. Die Verbreitung von Nazi-Parolen sind “schon lange kein Einzelfall mehr” und muss “endlich Konsequenzen haben”. Da stimme ich mit Ihnen zu 100 % überein,  Herr Abgeordneter Dr. Walser! Kontaktieren Sie doch einfach Ihre deutschen Parteifreunde von den Grünen, wenn die nicht von selbst wissen, was zu tun ist!

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