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Staatsmänner statt Hampelmänner braucht das Land!

Ich bin – gelinde gesagt – irritiert. Einzig soviel ist mir nach „gelungener“ Regierungsbildung klar: Small muss nicht immer beautiful sein. Und der Geist unserer politischen Führung, hat eben das gleiche Format wie die beliebteste Zeitung dieses Landes. In bester siebziger-Jahre-Pfründe-Manier werden da Appartschicks aus Bauernbund hüben und Gewerkschaft drüben auf eine Regierungsbank gesetzt. Da werden Leute Regierungsmitglieder, die null politisches Charisma haben, dafür aber keinerlei Sachverstand in den von ihnen okkupierten Ressorts. Da besetzen Leute zum Davonlaufen Schlüsselministerien, von denen jedermann weiß, dass sie nie in der Lage wären, auch nur die Obmannwahl in einem x-beliebigen Elternverein zu gewinnen.

Dabei wäre gerade in diesen turbulenten Zeiten Fachkompetenz oberstes Gebot. Und der Chef dieser jämmerlichen Gesellschaft konnte den Thron auch nur besteigen, weil er die Krone schon zuvor in der Tasche hatte. Für unser aller Zukunft richtungsweisende Entscheidungen sollen fortan von Copy & Paste Typen getroffen werden, die für nichts stehen, ihre Ansichten und Meinungen mit der Windrichtung ändern und sich dann wundern, dass die Gesellschaft immer orientierungsloser wird. Es kommt nicht von ungefähr, dass die Wählerschaft zu einem Drittel zu Rechtsradikalen rennt, um „denen da oben“ eins „reinzuwürgen“. Mir scheint, es fehlt diesen „PolitikerInnen“ einfach an Visionen und Zukunftsvorstellungen, die über die nächste Wahl hinausreichen. Denn wer nicht klarmachen kann, wie er sich die Gesellschaft vorstellt, in der er in zwanzig, dreißig Jahren leben will, hat auf einer Regierungsbank nichts verloren. Wir brauchen Originale und keine Abziehbilder und endlich wieder Staatsmänner statt Hampelmänner!

 

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